Willkommen bei der

NABU Gruppe Mötzingen-Gäufelden e.V.

 

Auf dieser Seite findet Ihr immer die aktuellen Termine, sowie unsere Aktivitäten. Bitte schaut doch immer mal wieder vorbei.

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Was ist los in nächster Zeit: Termine aus der Umgebung von Mötzingen und Gäufelden


Machen Sie Gartenvögeln eine Freude

Futterhäuschen selber bauen
Futterhäuschen selber bauen

Bauen Sie doch mal ein Futterhaus für unsere gefiederten Freunde. Jetzt im Herbst haben sie vielleicht ein bisschen Zeit und irgendwo haben Sie noch ein paar Reste von Naturholzbrettern rumliegen.
So ein Futterhaus lässt sich auch sehr gut mit Kindern bauen. Es ist nicht allzu schwer und so ganz genau muss es ja auch nicht sein. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Die Vögel freuen sich auch über ein Haus mit persönlicher Note.
Im Internet gibt es diverse Bauanleitungen. Das Futterhaus auf dem Bild habe ich nach der Anleitung gebaut, die auf der folgenden Internet-Seite zu finden ist. Da finden Sie auch Tipps zur richtigen Fütterung.
https://www.nabu.de/vogelfuetterung

Wenn Sie ein Futterhaus selber gebaut haben, schicken Sie uns doch ein Foto davon. Unter allen Einsendern werden wir im Januar 2017 ein Vogel Nistkasten verlosen, den Sie dann an einen Baum bei sich im Garten oder in der Umgebung aufhängen können. Im nächsten Jahr werden Sie dann vielleicht schon ein Vogelpärchen bei der Brut beobachten können.

Bilder mit Adresse schicken an:  info(at)nabu-moetzingen.de


swt Umweltpreis

Zum dritten Mal in Folge haben wir mit einem Projekt einen Umweltpreis bei der Statdwerke Tübingen gewonnen.

 

Nach dem 7. und 8. Platz in den Vorjahren haben wir diesmal den 9. Platz erreicht. Allerdings haben wir diesmal auch viel weniger Stimmen bekommen.

 

Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben.

 

swt-Umweltpreis 2016

 

 


Totholz als Lebensraum

Wendelin
Wendelin

Da reibt sich der Gartenfreund die Augen. Tote Bäume im Garten oder in der Streuobstwiese stehen lassen? Da wird doch landauf, landab für den Erhalt der Obstbäume geworben und dann so was?  Zugegeben, tote Bäume in einem Obstgarten oder einer Streuobstwiese sind nicht jedermanns Geschmack. Das sieht einfach nicht ordentlich aus und lässt den Besitzer nicht unbedingt im besten Licht erscheinen. Wer will denn schon als Schlamper vor der Gemeinde dastehen. Schon alleine die Vorstellung katapultiert den Blutdruck des ordnungsliebenden, kehrwochenverwöhnten Schwaben in gesundheitsgefährdende Höhen. Aber wenn man mal genauer darüber nachdenkt, dann wird man zu dem Schluss kommen, dass Natur halt doch anders  geht, als der Mensch es meistens möchte. Natur funktioniert anders. Während auf der einen Seite der Gartenbesitzer auf einen kleinen Teil seiner Obsternte verzichten muss, profitieren Andere noch davon. Diese Anderen sind zuvorderst der Wendehals, der Wiedehopf (wann war der denn zum letzten Mal bei uns gesehen?) und der Steinkauz.

Wendehals
Wendehals

Von den anderen Höhlenbrütern in der Vogelwelt ganz zu schweigen, und erst recht von den Insekten wie z.B. den Wildbienen. Nun haben sich in Nagold einige, dem Naturschutz verpflichtete Bürger unter der Leitung von Förster Klaus Kälber, zu einer Initiative zusammengefunden, um die Idee des „lebenden Totholzes“ für den südlichen Teil des LEADER-Heckengäu-Bereichs zu fördern. Nutznießer soll vor allem der Wendehals sein. Von der Gruppe ausgewählt, wird er als Wappenvogel dienen. Um dieses Projekt zu verwirklichen, soll es als LEADER-Projekt im Handlungsfeld Landschaftspflege und Naturschutz eingereicht und finanziert werden.  Es soll  die Idee gefördert werden, in den Streuobstwiesen auch einmal eine Baumruine stehen zu  lassen. Es müssen ja nicht gleich mehrere sein, ein toter Baum genügt schon. Der bringt zwar keinen Ertrag mehr, frisst andererseits aber auch kein Brot weg. Im Gegenteil. Ein sterbender oder toter Baum  ist ein wichtiger Lebens- und Wohnraum für viele höhlenbrütende Vogelarten. Dazu zählen neben den oben genannten Arten als bekannteste auch Meisen und Stare.  Zwar werden mehr und mehr Nistkästen in unserer Gemeinde aufgehängt, aber es gibt auch Arten wie der Wendehals, die so etwas gar nicht annehmen, weil sie natürliche Behausungen vorziehen. Jeder Vogel der in unseren Gärten heimisch wird, verbessert das biologische Gleichgewicht, das wir dann nicht mit chemischen Mitteln - oder nennen wir es drastischer, mit Giften - wieder herzustellen versuchen müssen. Ja, und da sind auch noch die Insekten. Gerade in dieser Zeit, da in Europa die Bienenpopulationen, vor allem auf Grund der ausgebrachten Gifte, mehr und mehr zurückgehen, ist es wichtig, Unterschupf-Möglichkeiten für wilde Insekten wie Wildbienen, Schwebfliegen und andere Arten zu erhalten.

Baumruine
Baumruine

Nun hat die Geschichte aber auch eine andere Seite. Jeder tote oder absterbende Baum stellt ein Sicherheitsrisiko dar, weil herunterfallende Äste Menschen verletzen, oder tote Zweige auf dem Boden, die Mahd als Futter für das Vieh unbrauchbar machen könnten. Für solche Fälle ist geplant, dem Besitzer, der einen solchen Baum stehen lässt, einen Ausgleich anzubieten. In welcher Form das  geschehen kann, darüber wird bei der „InitiativeTotholz“ noch beraten.  Es wird zu prüfen sein, ob aus den Mitteln des LEADER-Projekts ein Habitat-Baum-Pfleger beauftragt wird, eine solche Baumruine sicher zu machen, oder ob ein junger Obstbaum derselben Art  übergeben wird. Bis dieser zu einem tragenden Baum herangewachsen ist, hat die Baumruine dann auch das Zeitliche gesegnet. Sobald das Projekt zur Reife gelangt ist, werden Sie an dieser Stelle wieder etwas erfahren.

 

Wikipedia: Totholz


Rückkehr vom Steinkauz im Gäu nach über 20 Jahren!

Früher war der Steinkauz in im ganzen Gäu sehr weit verbreitet. Doch leider fand er immer weniger Bruthöhlen vor uns verschwand daher 2002 völlig aus unserer Gegend. Das konnten wir vom NABU nicht hinnehmen und starteten 2014 das Projekt Steinkauz 21. Die Zeit war günstig, da der Steinkauz in der weiteren Umgebung vereinzelt wieder aufgetreten ist.

 

Steinkauzröhre
Steinkauzröhre

Der Steinkauz gehört zu der Familie der Eulen. Die Weibchen werden ca. 23cm groß und 230g schwer. Die Männchen etwas weniger. Der Steinkauz ist in Europa weit verbreitet, von Nord-Afrika bis zur Nordsee und von England bis nach China.

 

Im September müssen wieder alle Steinkauzröhren gereinigt werden. Helfer für unser Steinkauz Team sind herzlich willkommen. Bitte melden Sie sich am besten per email.

 

Wikipedia: Steinkauz

 

 

 

 

 

Steinkauzbrut
Steinkauzbrut

Wir haben gut 50 künstliche Nisthilfen, die Steinkauzröhren, im ganzen Gäu verteilt. Das war gar nicht so einfach, als erstes mussten ideale Bäume und Wiesen gefunden werden und die Eigentümer mussten auch alle gefragt werden, ob wir die Röhre bei ihnen in die Bäume hängen dürfen. Der erste Steinkauz wurde letztes Jahr in einer unserer Röhren gesehen und dieses Jahr haben wir das erste Mal nach über 20 Jahren wieder Nachwuchs. Von den 2 Paaren, die sich in unseren Steinkauzröhren angesiedelt haben, hat eines 4 Eier ausgebrütet. Das ist ein großartiger Erfolg für uns! Hoffen wir, dass es im nächsten Jahr noch mehr werden.

Steinkauz
Steinkauz