Willkommen bei der

NABU Gruppe Mötzingen-Gäufelden e.V.

 

Auf dieser Seite findet Ihr immer die aktuellen Termine, sowie unsere Aktivitäten. Bitte schaut doch immer mal wieder vorbei.

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Was ist los in nächster Zeit: Termine aus der Umgebung von Mötzingen, Gäufelden, Jettingen und Bondorf


 

Wir sind jetzt auch im Facebook, schaut doch mal vorbei.


Der Nabu Mötzingen-Gäufelden hat im Wald zwischen Mötzingen und  Öschelbronn viele Vögel- und Fledermauskästen aufgehängt. Wie jedes Jahr im Herbst müssen die ca. 250 Nistkästen überprüft und gereinigt werden. Dazu suchen wir wieder viele freiwillige Helfer.


Wir freuen uns über jeden der mitkommt, ob klein oder groß. Auch Zuschauer sind gerne gesehen, es gibt auch diesmal sicher wieder vieles spannendes in den Kästen zu entdecken, vom der Fledermaus bis zum Siebenschläfer.


Die drei Termine für unsere diesjährige Nistkastenreinigung sind:
Samstag, 23. September
Samstag, 7. Oktober
Samstag, 21. Oktober
Treffpunkt ist jeweils um 9.00 Uhr am Parkplatz Mötzinger Schützenhaus.

(Dauer jeweils ca. 3 Stunden)


Zelten der NAJU in Eutingen

Den Aufbau der Zelte am Nachmittag bei blauen Himmel haben wir mit vereinten Kräften geschafft.

Das mit dem Stockbrot üben wir noch, das ist aber auch eine klebrige Angelegenheit.

Das dann später am Abend doch noch das Gewitter und der starke Regen über uns gekommen ist, war nicht so toll.

Als das Feuer runter gebrannt war, konnten wir dann auch endlich unsere Würste grillen.

Später kam dann ein leichter Regen auf, aber Fußball spielen geht immer.

Obwohl wir wegen dem Gewitter in der Hütte und nicht im Zelt geschlafen haben, konnten wir am Morgen schon wieder bei Sonne frühstücken.



Im Sommer freuen sich auch die Vögel, wenn sie baden können.


Waldkauz  ist Vogel des Jahres 2017

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Waldkauz (Strix aluco) zum „Vogel des Jahres 2017“ gewählt. Auf den Stieglitz, Vogel des Jahres 2016, folgt damit ein Eulenvogel.

„Stellvertretend für alle Eulenarten haben wir für 2017 den Waldkauz zum Jahresvogel gewählt. Mit ihm wollen wir für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks werben und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisieren“, sagte Heinz Kowalski, NABU-Präsidiumsmitglied.
„Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Es gilt, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder zu vermehren“, sagte Dr. Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender.
Der Bestand des Waldkauzes in Deutschland beträgt laut dem Atlas deutscher Brutvogelarten 43.000 bis 75.000 Brutpaare und wird langfristig als stabil eingeschätzt. Der für die Arterhaltung entscheidende Bruterfolg hängt jedoch vor allem von der Qualität des Lebensraums ab. Das Fällen alter Höhlenbäume, eintönige Wälder und ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Nahrung sind damit die größten Gefahren für einen gesunden Waldkauzbestand.

Waldkäuze sind lautlose Jäger der Nacht. Sie sehen und hören besonders gut, und finden so präzise ihre Beute. Die Bezeichnung „Kauz“ ist eine Besonderheit im deutschen Sprachraum, denn in anderen europäischen Ländern gibt es kein eigenes Wort für Eulen mit rundem Kopf ohne Federohren – sie werden wie andere Eulenarten allgemein als „Eulen“ bezeichnet.
Auch wenn sein Name anderes vermuten lässt: Der Vogel des Jahres 2017 ist keinesfalls nur im Wald zu Hause, obwohl er sich in lichten Laub- und Mischwäldern am wohlsten fühlt. Als ideal gilt ein Lebensraum mit einem Waldanteil von 40 bis 80 Prozent, dazu Lichtungen und angrenzende Felder. Längst ist er daher auch in städtischen Parkanlagen, Gärten oder auf Friedhöfen mit altem Baumbestand und geeigneten Bruthöhlen zuhause. Dabei kommt er uns Menschen recht nah, wenn er auch eher zu hören als zu sehen ist. Tagsüber versteckt er sich in Höhlen oder in dichten Baumkronen.


Die Anpassungsfähigkeit bei der Wahl des Lebensraumes trägt dazu bei, dass der Waldkauz die häufigste Eule in Deutschland ist.
Der Waldkauz ist gut getarnt mit seinem rindenfarbigen Gefieder. Sein großer Kopf ohne Federohren sitzt auf einem gedrungenen Rumpf. Der beigebraun gefärbte Gesichtsschleier ist dunkel umrahmt. Sein freundliches Aussehen verdankt er seinen großen runden „Knopfaugen“ sowie den zwei hellen Querstrichen oberhalb des Gesichtsrahmens, die auf uns Menschen wie Augenbrauen wirken. Der stark gekrümmte Schnabel ist beim Waldkauz gelblich. Fast immer hören wir die Rufe des Jahresvogels in TV-Krimis, wenn es dunkel und unheimlich wird. Im wahren Leben erklingt das lang gezogene „Huu-hu-huhuhuhuu“, wenn Waldkäuze balzen oder ihre Reviere markieren, vor allem im Herbst und im Spätwinter. Fast das ganze Jahr über machen sie außerdem durch ihren Kontaktruf „ku-witt“ auf sich aufmerksam. Die lautlosen Jäger werden mit 40 bis 42 Zentimeter Länge etwa so groß wie Krähen, bringen 400 bis 600 Gramm auf die Waage und erreichen eine Flügelspannweite bis zu 98 Zentimetern.
Gleichzeitig zum Waldkauz-Jahr starten NABU und LBV ab 2017 eine neue Aktionsreihe. Der Waldkauz steht dabei als nächtlicher Jäger für  alle Tiere der Nacht. Unter dem Namen „NABU- bzw. LBV-NachtnaTOUR“ bieten die Verbände Exkursionen, Vorträge und ähnliche Veranstaltungen zu den Besonderheiten der nächtlichen Tier- und Pflanzenwelt an. Am 20. Mai 2017 wird dazu eine bundesweite NABU NachtnaTour durchgeführt. Von der Dämmerung bis zum frühen Morgen stehen in der Nacht zum Sonntag Waldkauz, Fledermäuse und Co. im Mittelpunkt.

 

NABU: Waldkauz

Wikipedia: Waldkauz


Totholz als Lebensraum

Wendelin
Wendelin

Da reibt sich der Gartenfreund die Augen. Tote Bäume im Garten oder in der Streuobstwiese stehen lassen? Da wird doch landauf, landab für den Erhalt der Obstbäume geworben und dann so was?  Zugegeben, tote Bäume in einem Obstgarten oder einer Streuobstwiese sind nicht jedermanns Geschmack. Das sieht einfach nicht ordentlich aus und lässt den Besitzer nicht unbedingt im besten Licht erscheinen. Wer will denn schon als Schlamper vor der Gemeinde dastehen. Schon alleine die Vorstellung katapultiert den Blutdruck des ordnungsliebenden, kehrwochenverwöhnten Schwaben in gesundheitsgefährdende Höhen. Aber wenn man mal genauer darüber nachdenkt, dann wird man zu dem Schluss kommen, dass Natur halt doch anders  geht, als der Mensch es meistens möchte. Natur funktioniert anders. Während auf der einen Seite der Gartenbesitzer auf einen kleinen Teil seiner Obsternte verzichten muss, profitieren Andere noch davon. Diese Anderen sind zuvorderst der Wendehals, der Wiedehopf (wann war der denn zum letzten Mal bei uns gesehen?) und der Steinkauz.

Wendehals
Wendehals

Von den anderen Höhlenbrütern in der Vogelwelt ganz zu schweigen, und erst recht von den Insekten wie z.B. den Wildbienen. Nun haben sich in Nagold einige, dem Naturschutz verpflichtete Bürger unter der Leitung von Förster Klaus Kälber, zu einer Initiative zusammengefunden, um die Idee des „lebenden Totholzes“ für den südlichen Teil des LEADER-Heckengäu-Bereichs zu fördern. Nutznießer soll vor allem der Wendehals sein. Von der Gruppe ausgewählt, wird er als Wappenvogel dienen. Um dieses Projekt zu verwirklichen, soll es als LEADER-Projekt im Handlungsfeld Landschaftspflege und Naturschutz eingereicht und finanziert werden.  Es soll  die Idee gefördert werden, in den Streuobstwiesen auch einmal eine Baumruine stehen zu  lassen. Es müssen ja nicht gleich mehrere sein, ein toter Baum genügt schon. Der bringt zwar keinen Ertrag mehr, frisst andererseits aber auch kein Brot weg. Im Gegenteil. Ein sterbender oder toter Baum  ist ein wichtiger Lebens- und Wohnraum für viele höhlenbrütende Vogelarten. Dazu zählen neben den oben genannten Arten als bekannteste auch Meisen und Stare.  Zwar werden mehr und mehr Nistkästen in unserer Gemeinde aufgehängt, aber es gibt auch Arten wie der Wendehals, die so etwas gar nicht annehmen, weil sie natürliche Behausungen vorziehen. Jeder Vogel der in unseren Gärten heimisch wird, verbessert das biologische Gleichgewicht, das wir dann nicht mit chemischen Mitteln - oder nennen wir es drastischer, mit Giften - wieder herzustellen versuchen müssen. Ja, und da sind auch noch die Insekten. Gerade in dieser Zeit, da in Europa die Bienenpopulationen, vor allem auf Grund der ausgebrachten Gifte, mehr und mehr zurückgehen, ist es wichtig, Unterschupf-Möglichkeiten für wilde Insekten wie Wildbienen, Schwebfliegen und andere Arten zu erhalten.

Baumruine
Baumruine

Nun hat die Geschichte aber auch eine andere Seite. Jeder tote oder absterbende Baum stellt ein Sicherheitsrisiko dar, weil herunterfallende Äste Menschen verletzen, oder tote Zweige auf dem Boden, die Mahd als Futter für das Vieh unbrauchbar machen könnten. Für solche Fälle ist geplant, dem Besitzer, der einen solchen Baum stehen lässt, einen Ausgleich anzubieten. In welcher Form das  geschehen kann, darüber wird bei der „InitiativeTotholz“ noch beraten.  Es wird zu prüfen sein, ob aus den Mitteln des LEADER-Projekts ein Habitat-Baum-Pfleger beauftragt wird, eine solche Baumruine sicher zu machen, oder ob ein junger Obstbaum derselben Art  übergeben wird. Bis dieser zu einem tragenden Baum herangewachsen ist, hat die Baumruine dann auch das Zeitliche gesegnet. Sobald das Projekt zur Reife gelangt ist, werden Sie an dieser Stelle wieder etwas erfahren.

 

Wikipedia: Totholz